Angst. Lesung.

Update:
Danke für den Besuch, es war ein wunderschöner Abend. In den nächsten Wochen wird es darüber einen kurzen Bericht/Zusammenschnitt geben. Eine DVD der Lesung ist geplant!
“…Sie haben uns ein System inkorporiert, aufgezwungen; durch die nebenschächlichen Freuden versüßt und uns damit dazu bewogen, es uns im Laufe der Jahre selbst anzueignen. Konsequenzen sind Angelegenheit der Zukunft. Wir leben im Jetzt und (w)(s)ollen darin verdammt noc…h ‘mal gut leben! Wie der Faust aufs Auge. Es ist kein Wunder, dass wir uns jetzt unserer Wurzeln erinnern. Der Stamm beginnt zu bröckeln, die Äste werden dünner. Es geht die Angst um, dass unsere Blüten nur eine Illusion unserer Eltern waren…” Das war der Teil, an den sie sich erinnert hat. Und der hat sich in unser beider Gedächtnis eingeschrieben; sitzt, gärt und umschlingt mit seinen Wurzeln jeden Gedanken. Die schlimmsten Momente sind die, in denen du ihn dann wieder erkennst. Seine ständige Präsenz, seine unabwendbare Einflussnahme – die Frage nach dem Warum hab ich ab dem Moment, als ich sie verloren habe, nicht mehr gestellt.
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Ein Brief; eine Frau; ein Abgabetermin – seit zwei Monaten fühlt er, dass jegliche Sicherheit verloren ist. Auf einer Zugfahrt nach Wien spielt der Film, der sich Leben nennt, die Vergangenheit im Zeitraffer ab. Alles, woran er glaubte zu glauben löst sich in dem Begriff auf, der sein Innerstes bis heute zusammenhielt: Angst.

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